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Florian Tschörner

Über mich

Schön, dass Du hierher gefunden hast und Dich für meine künstlerische Arbeit und mich als Person interessierst.

Ich heiße Florian Tschörner und arbeite als bildender Künstler in meinem Atelier in Klagenfurt am Wörthersee.

Hier probiere ich aus, experimentiere, verwerfe und beginne neu. Vieles entsteht aus einer kleinen Beobachtung und entwickelt sich erst während der Arbeit zu einem fertigen Bild. Einige Ideen begleiten ich über eine lange Zeit und entwickeln sich zu umfangreichen Serien.

So entstehen ganz unterschiedliche Bildwelten in Aquarell, Tusche und Acryl, die ich gerne mit Dir teile.

Dein

Kunst beginnt mit Wahrnehmung

Wenn man nur etwas aufmerksamer hinsieht, wird die Welt plötzlich noch interessanter. Da hält ein Vogel für einen Augenblick im Geäst inne, um sich das Gefieder zu putzen. Unter dem Strauch ordnen sich die Lichtreflexe einer Pfütze zu immer neuem Funkeln. Eine Wolke vor der Sonne verschiebt die Farbtonalität und plötzlich wird eine Landschaft weiter und Nahes scheint in die Ferne zu rücken.

Mich interessieren diese Augenblicke – das, was leicht übersehen wird, und Momente, die etwas in uns auslösen, wenn wir ihnen Aufmerksamkeit schenken. In meinen Bildern geht es deshalb immer wieder um Wahrnehmung und die Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn wir die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Wie wir Lebensräume, Licht und Farbe, Humor und Freude wahrnehmen, prägt unseren Blick auf die Welt und unser eigenes Leben.

Kunst wächst aus Vielfalt

Geboren in Innsbruck und aufgewachsen in einer musisch geprägten Familie, lernte ich schon früh Geige und Bratsche. Musik hat meinen Zugang zu Rhythmus, Komposition und Ausdruck geprägt, lange bevor ich mich intensiv mit bildender Kunst befasste.

Nach meiner Schulzeit führte mich mein Lebensweg zunächst in die Welt von Film und Fernsehen. Die Auseinandersetzung mit Bildsprache, Perspektive, Licht und visueller Dramaturgie wurde dabei zu einer wichtigen Grundlage für meine spätere künstlerische Arbeit.

Es folgten mehrere Jahre in der Softwareentwicklung mit dem Schwerpunkt Multimedia. Die Verbindung zu meiner heutigen künstlerischen Arbeit liegt für mich in der Struktur und Gestaltung visueller Kommunikation und in dem Anspruch, aus einer Idee etwas Sichtbares und Wirksames entstehen zu lassen.

In meiner Heimatstadt Innsbruck habe ich die Off-Space-Galerie „verbale forum“ gegründet und kuratiert, mit „the early bird“ einen Spielort für Live Musik betrieben und gemeinsam mit AutorInnen und JournalistInnen das regionale Kulturmagazin „verbale magazin“ herausgegeben.

Diese Projekte haben mir immer wieder deutlich gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn unterschiedliche Menschen mit ihren Ideen zusammen kommen und daraus Kunst und Kultur Gestalt geben. Daher geht Kunst für mich weit über das reine Schaffen hinaus. Sie ermöglicht Begegnungen, stellt Fragen, verändert Perspektiven und entwickelt Positionen, die über das eigene Atelier hinauswirken.

Kunst reift durch Austausch

Meine Ausbildung zum Künstler nahm also nicht den klassischen Weg über eine Kunstakademie, sondern ist bis heute geprägt von Beobachtung und Experiment, von Probieren und Verwerfen – vor allem aber viel disziplinierter und konzentrierter Arbeit im Atelier. Gleichzeitig ist aber künstlerische Entwicklung für mich niemals eine einsame Angelegenheit.

Der Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern prägt meinen Weg wesentlich. Besondere Impulse haben mir Begegnungen und Gespräche mit Heinz Greissing, Ilse Abka-Prandstätter, Egone Scoz oder zuletzt Thomas Riess und Sissa Micheli gegeben. Abgeschlossen wird meine künstlerische Entwicklung hoffentlich nie sein.

Wahrscheinlich ist genau dieser eben nicht geradlinige Weg charakteristisch für meine Arbeit: die Freiheit, für meinen eigenen Weg immer neue Pfade zu suchen, und die Offenheit, aus allem und von vielen zu lernen.

Kunst führt über Betrachtung

Auf den ersten Blick könnten meine Arbeiten kaum unterschiedlicher sein.
Da sind kontemplative Landschaften, detailreiche Aquarelle, lebensfrohe Illustrationen und humoristische Zeichnungen.
Was sie alle verbindet, ist meine Art, die Welt zu betrachten. Nichts und niemand ist anderem gleich. Vielfalt ist kein Widerspruch zu einer künstlerischen Identität. Sie ist deren Ausdruck.

Landschaft als Wahrnehmungsraum

In meiner Serie „MEER SEEN | mehr sehen“ geht es um die Weite, den Horizont und einen bewussten Blick in die Ferne. Meine Landschaftsbilder sind weniger das Abbild eines konkreten Ortes als viel mehr Räume für eigene Wahrnehmung und Gedanken. Himmel, Wasser, Licht und Farbe werden zu den Elementen der offenen Bildwelten, in denen der Blick zur Ruhe kommen und der Geist weiterwandern darf.

Im Strich auf den Punkt gebracht

Meine Tuschezeichnungen der Serie „Mit spitzer Feder“ sind reduziert, pointiert und ein wenig frech. Mit wenigen Linien versuche ich Situationskomik und menschliche Eigenheiten punktgenau zu treffen. Meine Zeichnungen bringen zum Schmunzeln, regen aber auch zum Nachdenken an.

Mit Farbe das Leben feiern

Meine illustrativen Arbeiten entstehen aus der Freude an genauer Beobachtung und aus meiner Faszination für die Vielfalt der Natur. In meinen Aquarellen von zum Beispiel Vögeln, Fischen und Tierkindern geht es mir nicht um eine möglichst realistische Darstellung. Mich interessieren vielmehr Charakter und Ausdruck, und die Möglichkeit, in einem Bild Persönlichkeit einfangen zu können.

Kunst endet in Wirkung

Mit meinen Arbeiten möchte ich etwas im Betrachtenden auslösen. Vielleicht nur einen zweiten Blick, einen aufkeimenden Gedanken, ein Lächeln und gar den Wunsch, noch länger hinzusehen.
Naturverbundenheit und Lebensfreude gehören für mich ebenso zur Kunst wie Neugier und Humor. Ich mag Bilder, die etwas erzählen, ohne alles vorzugeben. Ich mag künstlerische Werke, die Raum für eigene Gedanken lassen und trotzdem eine klare Haltung haben. Ich möchte in meinen Arbeiten nicht die Welt erklären, sondern Lust darauf machen, genauer hinzusehen.

Über Florian Tschörner

Florian Tschörner ist ein österreichischer Künstler und Gründer von „atelier vogelfrei“. Er arbeitet in unterschiedlichen Techniken und verbindet detailreiche Naturbeobachtung mit Malerei, Aquarell, Illustration und humorvollen Tuschezeichnungen. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Wahrnehmung, Natur, Lebensfreude und der Frage, wie ein anderer Blickwinkel unsere Sicht auf die Welt verändern kann.

Nein. Der Weg von Florian Tschörner zur Kunst führte nicht über eine klassische Ausbildung an einer Kunstakademie. Vieles hat er sich durch kontinuierliche Arbeit, Beobachtung und Experimentieren selbst erarbeitet. Prägend waren für ihn außerdem der Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern sowie die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen. Seine künstlerische Entwicklung versteht er deshalb weniger als abgeschlossene Ausbildung, sondern als fortlaufenden Prozess.

Florian Tschörners Weg zur Kunst war nicht geradlinig. Aufgewachsen in einer musisch geprägten Familie, hat er früh Geige und Bratsche gelernt. Später führten ihn seine Ausbildung im Bereich Film und Fernsehen und mehrere Jahre in der Softwareentwicklung mit Schwerpunkt Multimedia immer wieder zur visuellen Gestaltung. Parallel dazu entwickelte sich seine eigene künstlerische Arbeit weiter – zunächst aus persönlichem Interesse, schließlich als eigenständiger beruflicher Weg.

Die Arbeiten von Florian Tschörner entstehen aus unterschiedlichen Beobachtungen und Fragestellungen. Eine Landschaft kann nach einer offenen, kontemplativen Bildsprache verlangen, während eine humorvolle Alltagssituation vielleicht mit wenigen Linien besser auf den Punkt gebracht werden kann. Bei einem Tier interessiert ihn wiederum die Verbindung aus genauer Beobachtung, Charakter und Ausdruck.

Die Vielfalt seiner Arbeiten ist deshalb kein bewusster Versuch, einem bestimmten Stil zu folgen oder ihn zu vermeiden. Sie ist Ausdruck seiner künstlerischen Neugier und seiner Freiheit, für jede Bildidee den passenden Weg zu suchen.

Was die unterschiedlichen Arbeiten von Florian Tschörner verbindet, ist seine Art, die Welt zu betrachten. Ihn interessieren die Dinge, die leicht übersehen werden: die besondere Stimmung einer Landschaft, ein Vogel in einem kurzen Moment der Ruhe, eine unerwartete Alltagssituation oder ein Detail, das zum Schmunzeln bringt.

Die Natur spielt in den Arbeiten von Florian Tschörner eine wichtige Rolle: Landschaften, Tiere, Lichtstimmungen und kleine Veränderungen, die man im Alltag leicht übersieht. Aber auch die „menschliche Natur“ (Eigenheiten, Alltagssituationen, Gespräche,…) und manchmal ein scheinbar nebensächlicher Gedanke können Ausgangspunkt für eine Arbeit sein.

Genaues Hinsehen ist Florian Tschörner so wichtig, weil unsere Wahrnehmung beeinflusst, wie wir die Welt erleben.

Im Alltag nehmen wir vieles nur beiläufig wahr. Ein genauerer Blick kann dagegen Dinge sichtbar machen, die vorher nebensächlich erschienen: eine besondere Lichtstimmung, eine Bewegung, einen Ausdruck oder eine unerwartete Schönheit.

Diese Erfahrung ist für Florian Tschörner ein wesentlicher Ausgangspunkt seiner Kunst. Er möchte mit seinen Bildern nicht erklären, wie die Welt ist, sondern Lust darauf machen, sie etwas genauer zu betrachten.

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